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Ein Tag im Leben einen MexikanersMit erlebe-mexiko reisen Sie auf eine Art, die auch uns selber am besten gefällt. Sie bekommen echte Einblicke in das Land und seine Kultur. Und wer könnte Ihnen mehr über Mexiko erzählen als ein Einheimischer selbst?Wir lernten Antonia kennen. Sie ist Anfang zwanzig und das älteste Kind einer Familie mit fünf Töchtern und drei Söhnen. Sie ist geboren und aufgewachsen im Indigena-Dorf Zinacantan in der Nähe von San Cristobal in Chiapas. Sie lebt mit ihren Eltern und Geschwistern in einem gemütlichen Haus, das nach unseren Maßstäben sicher viel zu klein für eine zehnköpfige Familie ist. Das Haus wird mit einer Öllampe beleuchtet, denn durch das einzige Fenster im Gemäuer aus Stein und Lehm dringt nur wenig Licht herein. Kein Problem für die Familie, spielt sich doch der größte Teil des Lebens unter freiem Himmel ab. |
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Tagsüber weben die Frauen von Hand kunstvolle Decken und Tischtücher, inklusive der Oma und Tanten von Antonia. Mit geschmeidigen Bewegungen verändert sich die Wolle in kleine Kunstwerke. Währenddessen erzählen sie sich in ihrer Muttersprache, dem Tzotzil, die neuesten Geschichten. Als junges Mädchen ging Antonia mit viel Freude zur Schule. Erst dort hat sie fließend spanisch gelernt und kommt deswegen mit Touristen, die einen der vielen Märkte in der Region besuchen, schnell in Kontakt. Wo sie auch auftaucht, ist Antonia mit der traditionellen Kleidung ihres Dorfes und ihrem freundlichen Lächeln eine gern gesehene Erscheinung. Touristen schauen sich interessiert an, wie Antonia lebt. Manchmal ist ihre Mutter von Besuchern so beeindruckt, dass sie spontan Tortillas backt, um den Gästen etwas anbieten zu können. Inzwischen verkauft Antonia ihre Webekunst nicht mehr auf dem lokalen Markt im 60 km entfernten Tuxtla Gutierrez, sondern an Touristen, die den Weg bis in ihr Dorf finden. Dort bietet sie Tücher, Tischdecken und Tischsets an. Sollten Sie während Ihres Aufenthaltes in Chiapas das Dorf Zinacantan in der Nähe von San Cristobal de las Casas besuchen, fragen Sie nach Antonia. Sie wird Ihnen gerne und unverbindlich ihre Handarbeiten zeigen. |
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Ihr persönlicher Beitrag?Wenn Sie ein fernes Ziel bereisen, landen Sie schnell inmitten einer völlig anderen Kultur. In den Straßen sind die Gerüche anders, sie nehmen andere Farben wahr und blicken in andere Gesichter. Oft muss man sich erst an die Möglichkeiten herantasten, wie man der einheimischen Bevölkerung am Besten begegnet. Überall gelten andere Umgangsformen.An verschiedenen Orten in Mexiko und Guatemala finden Sie lokale Märkte, auf denen die Einheimischen und Reisende ihre Einkäufe erledigen. Das Angebot reicht von Obst und Gemüse bis hin zu Hängmatten und kleinen Souvenirs. Ein Souvenir auf einem der Märkte zu kaufen, gleicht einem kleinen Abenteuer. Die Produkte sind nicht mit Preisen ausgezeichnet. Wenn Ihnen etwas gefällt, fragen Sie nach dem Preis und der Spaß kann beginnen. In den meisten Fällen wird Ihnen der Verkäufer zunächst einen absurd hohen Betrag nennen. Es wird erwartet, dass Sie entsetzt reagieren und man wird erfragen, was Sie zu bezahlen bereit sind. Das Feilschen kann auf diese Art und Weise einige Zeit dauern. Durch den Kauf der lokalen Produkte unterstützen Sie die Bevölkerung vor Ort. Während des Bausteins Farben und Indianer besuchen Sie unter anderem einen Markt in einem der Dörfer in der Umgebung von San Cristobal. |
Zeit zu feiern!Ein typisch mexikanisches Fest ist „El dia de los muertos“ oder „Der Tag der Toten“. Dieses Fest findet am 1. und 2. November statt, wenn bei uns Allerheiligen und Allerseelen gefeiert werden. Während wir in Europa in Trauer die Gräber unserer Verstorbenen besuchen, veranstalten die Mexikaner ein großes Fest. Sie glauben, dass die Seelen der Verstorbenen für zwei Tage zurückkehren. Am 1. November sind die Seelen der verstorbenen Kinder zu Gast, am 2. November die der verstorbenen Erwachsenen. Sie werden, ohne der uns bekannten zurückhaltenden Trauer, mit einem großen, bunten Fest empfangen. |
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An den beiden Tagen feiern die Mexikaner nicht nur zu Hause, sondern auch auf den Friedhöfen. Dazu nehmen Sie Opfergaben wie Pan de Muerto (Brot des Todes), andere Mahlzeiten, Getränke, Blumen und Kerzen mit. In vielen Häusern werden Altäre für verstorbene Verwandte oder Freunde hergerichtet. Ein traditioneller Altar wird mit Cempasuchil (eine Art Ringelblume und die Blume des Totengedenkens), Calaveras (Totenköpfe aus Zuckerguss) und Pan de Muerto verziert. Beim Altar handelt es sich meist um einen Tisch, der mit Crepepapier bedeckt ist und auf dem Bilder von Heiligen, Weihrauch und viele Kerzen stehen. Das Kerzenlicht leuchtet den Seelen den Weg zurück. Essen und Getränke dürfen auf einem Altar ebenfalls nicht fehlen, insbesondere wird das Lieblingsessen des Verstorbenen serviert, dem der Altar gewidmet ist. Man glaubt, dass die Verstorbenen auf spirituelle Art das Essen genießen, das anschließend von den Anwesenden verspeist wird.
Das Fest der Toten sorgt für sehr viel Trubel und eifrige Vorbereitungen in ganz Mexiko. Monate vorher werden Blumen gesät und in der letzen Oktoberwoche sind die Märkte übervoll mit Blumen bestückt. Überall in den Geschäften und Häusern sieht man „Calaveras“, Totenköpfe aus Marzipan und Zuckerguss, verziert mit Eulen und Spinnen. Auch vielerlei verzierte Skelette und Särge aus Schokolade sind zu bewundern. Wenn Sie Anfang November in Mexiko sein sollten, kommen Sie an den Feierlichkeiten sicher nicht vorbei und sie werden bei Ihnen einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Das Fest der Toten sorgt für sehr viel Trubel und eifrige Vorbereitungen in ganz Mexiko. Monate vorher werden Blumen gesät und in der letzen Oktoberwoche sind die Märkte übervoll mit Blumen bestückt. Überall in den Geschäften und Häusern sieht man „Calaveras“, Totenköpfe aus Marzipan und Zuckerguss, verziert mit Eulen und Spinnen. Auch vielerlei verzierte Skelette und Särge aus Schokolade sind zu bewundern. Wenn Sie Anfang November in Mexiko sein sollten, kommen Sie an den Feierlichkeiten sicher nicht vorbei und sie werden bei Ihnen einen bleibenden Eindruck hinterlassen.